Historie

Chronik anlässlich des 95. Jubiläums des Junggesellenvereins Ramersdorf im Jahre 2007

 

 

Einleitung:

 

Junggesellen, die sind schön, denn sie leuchten von Ferne. Sie leuchten von Ferne, als wären’ s lauter Sterne. Junggesellen an der Brust, haben die Mädchen ihre Lust.

 

Wenn auch das alte Junggesellenlied heute leider nicht mehr zum Liedgut des Vereins gehört, so können wir Ramersdorfer Bürger dennoch stolz darauf sein, dass uns der Junggesellenverein, die schönsten Junggesellen und das Maifest bis heute erhalten geblieben sind. Der Winter geht zu Ende. Da wird auf dem Lande auch die Erinnerung an die schönen jährlichen Dorffeste wieder wach. Die Jugend vor allem wird sich ihrer Pflicht bewusst, die alten Sitten getreu zu erhalten und sie durch glanzvolle Feiern auf die Nachwelt zu vererben. Fast in jedem Dorf eröffnet alljährlich den Reigen der frohen Veranstaltungen das „Maifest“.

 

 

Der Junggesellenverein im Wandel der Zeiten:

 

Da die alte Königskette mit den Vornamen des Maikönigspaares 1912 (Herbert I und Helene I) beginnt, gilt das Jahr 1912 auch als Gründungsjahr des Ramersdorfer Junggesellenvereins. Zur damaligen Zeit war der Name „R e i h“ für Verein noch sehr geläufig. Es ist daher nicht auszuschließen, dass der Gründungsname des Vereins „Junggesellenreih Ramersdorf“ hieß und die Junggesellen auch „Reihjunge“ genannt wurden.

 

Anmerkung: Reih = lose Vereinigung junger Männer eines Dorfes.

 

In einer Satzung wurde folgendes festgelegt: Ziel des Vereins ist, sich aktiv am Vereinsleben in Ramersdorf zu beteiligen. Vereinslokal ist die Gaststätte Henseler, heute Gaststätte „Im Dorfkrug“ aufgenommen werden nur Ramersdorfer Junggesellen ab 18 Jahre. Eine Vereinsfahne (Fähndel bzw. Schwenkfahne) wird angeschafft. Der Verein wird jedes Jahr auf dem Dorfplatz einen Maibaum aufstellen und eine Eierkrone aufhängen. An jedem 3. Maisonntag im Jahr findet das Maifeststatt. Zum 95. Jubiläumsfest stellt sich die berechtigte Frage, „wie feierte man denn damals, d.h., in der Zeit vom Gründungsjahr 1912 bis zum zweiten Weltkrieg 1939, die Maifeste". Die Frage ist berechtigt, denn in dieser Zeit war Ramersdorf noch ein ländlich geprägter Ort mit vielen Obst- und Gemüsegärten. Die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Einwohner waren sehr bescheiden. Urlaubsreisen waren unbekannt. Jean Assenmacher aus Dollendorf schreibt in seinem Heimatbuch „Wir Kinder von gestern“. Die damalige Bescheidenheit war keine löbliche Tugend, sondern ein zeitbedingtes Übel. Umso mehr waren die Dorfveranstaltungen, so auch das Maifest, für die ganze Bevölkerung eine willkommene Abwechslung. Das Dorf wurde mit frischem Grün und Fahnen geschmückt, Alt und Jung und die Dorfvereine beteiligten sich an den Festzügen. Abends wurde bei dezenter Musik der Dorfkapelle (ohne Verstärker) beim Walzer, langsamen Walzer, Mondscheinwalzer, Tango, Rheinländer oder Damenwahl kräftig das Tanzbein geschwungen.

 

Hierzu einige Auszüge aus Berichten über damalige Veranstaltungen: Jeder konnte sein Tanzbein schwingen nach seiner Art, bis das Morgenrot erschien und das Heimatfest verrauscht war und jeder leicht beschwingt nach Hause ging mit dem Bewusstsein, wieder ein schönes Heimatfest erlebt zu haben.

Oder: Im Saal wurde getanzt und geschunkelt, wie es alter Brauch war. So erlebte Ramersdorf ein volkstümliches Fest und man ging mit freudiger Stimmung nach Hause mit dem schönen Lied: Oh wie wonnig schön ist es am schönen Rhein. Ja, ja, mit dem alten Liedgut und dem Walzerschritt haben die Junggesellen heute ihre Schwierigkeiten. Während des zweiten Weltkrieges ruhte das Vereinsleben, da die meisten Junggesellen zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Viele sind gefallen, darunter auch die ehemaligen Maikönige:

 

Krähe, Hermann     Maikönig      1933

Gratzfeld, Peter            „           1935

Keck, Franz                  „           1936

Schneider, Hans            „           1938

 

Nach Kriegsende, Mai 1945, als die ersten Junggesellen (Soldaten) heimkehrten, wurde der Junggesellenverein wieder aktiv, obwohl die Folgen des Krieges noch für lange Zeit spürbar blieben. Große Probleme gab es bei der Lebensmittel- und Hausbrandversorgung, Hochkonjunktur hatte der Schwarzhandel, Zigaretten kosteten bis zu 7.- RM das Stück. Aus Zuckerrüben und Zwetschen wurde Schnaps gebrannt (Knollibrandi bzw. Quetscheschnaps). Der alte Vereinssaal der Gaststätte Henseler stand wegen Kriegsschaden (von Brandbomben getroffen und ausgebrannt) vorerst nicht mehr zur Verfügung. So musste der ehemalige Saal Wessel, Gaststätte „Zur Linde“ in Anspruch genommen werden. Der Saal war jedoch reparaturbedürftig. Die für die Reparaturen benötigten Bretter und Balken waren kaum zu beschaffen. Der Not gehorchend zogen die Junggesellen in einer Nacht- und Nebelaktion in den Ennertwald und fällten eine stattliche Eiche. Den Stamm brachten sie zur Schreinerei Baum in Ramersdorf, die daraufhin die Bretter und Balken machten um die notwendigen Reparaturen durchzuführen. Die Aktion „Eiche" wurde jedoch bekannt und bescherte den Junggesellen eine Strafanzeige und den Namen „Die Eeschejunge von Ramersdorf“. Trotz aller Schwierigkeiten liefen die Vorbereitungen für das erste Nachkriegsmaifest auf Hochtouren. Gestärkt mit Knollibrandi konnten die Junggesellen nach einer langen Versteigerungsnacht das erste Nachkriegsmaikönigspaar vorstellen. Kleuver, Karl und Arenz, Hilde. Zum Gefolge gehörten:

 

Giaretta, Ludwig mit Kraus, Gertrud

Büsgen, Willi mit Klein, Anni

Kurscheid, Johannes mit Engelhardt, Gredel

Erster Fähnrich war de Oddi, (Heinrich, Burgsmüller).

 

Da die Junggesellen als Soldat statt des Walzerschritts den Marschschritt üben mussten, konnten sie keinen Walzer tanzen. Der Walzer hatte damals jedoch einen hohen Stellenwert. So wurdet unter Leitung von Emil Engelhardt und Peter Meidt noch vor dem Maifest der Walzerschritt geübt und das Maifest 1946 zum ersten großen Dorffest nach dem Kriege. Leider musste die Krönung des Maikönigspaares wegen strömenden Regens im Saale stattfinden. Mit der Währungsreform 1948, dem folgenden wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung, der Veränderung unseres alten Dorfbildes, dem Zuzug vieler Neubürger, den überörtlichen Vergnügungsangeboten, den Urlaubsreisen und dem Fernsehen veränderten sich nicht nur die bisher von unseren Großeltern und Eltern übernommenen allgemeinen Lebensverhältnisse auch der Junggesellenverein Ramersdorf musste sich diesen Veränderungen anpassen. So wurden: die Vereinssatzung geändert und das Veranstaltungsprogramm erweitert

 

Die wesentlichen Veränderungen in der Vereinssatzung:

Das Eintrittsalter wird auf 16 Jahre herabgesetzt Mitglied im Verein können auch Junggesellen aus den Nachbarorten werden. Maikönigin und Maimädchen müssen nicht unbedingt Ramersdorfer Mädchen sein 

 

Erweiterung des jährlichen Veranstaltungsprogramms

Das Maifestprogramm:

Freitagabend                  Mai-Rock-Party

Samstagabend                 Dämmerschoppen
Sonntagmorgen                Frühschoppen
Sonntagnachmittag          Krönung auf dem Dorfplatz
Sonntagabend                  Maiball

 

Anmerkung: Da leider keine Tanzsäle mehr zur Verfügung stehen, finden die Veranstaltungen in einem Festzelt statt, zur Zeit am U - Bahnhof in Ramersdorf.

Eierkronenfest mit Eierkuchenessen auf dem Dorfplatz

Seniorenkaffee z.Zt. im Pfarrheim in Küdinghoven

 

Der Junggesellenverein beteiligt sich weiter:

-        am Likürazug

-        spielt Kirmessamstag Fußball gegen die KG-Ramersdorfer Junge

-        veranstaltet Kirmessonntag das Schürreskarrenrennen

 

 

Der Maibaum:

In den Kulturen und Religionen hatte der Maibaum früher als Sinnbild für Leben und Fruchtbarkeit eine überragende Bedeutung. Auch im Maibrauchtum spielt er als lebenskräftiges Symbol Neuerwachter Frühlingskraft eine Hauptrolle. Diese neuerwachte Frühlingskraft brauchen die Ramersdorfer Junggesellen jedes Jahr für ihre anstrengenden Maitage. Früher zogen die Ramersdorfer Junggesellen meist in einer Nacht- und Nebelaktion und ohne Genehmigung des Försters in den Ennertwald, um mit der alten „Trommsääsch“ (langes Sägeblatt mit zwei Handgriffen) ihren selbst ausgesuchten Maibaum (Birke) zu fallen. 1939 holten die Junggesellen ihren Maibaum versehentlich aus einem Privatwald und wurden dabei ertappt. Der Eigentümer drohte mit einer Strafanzeige. Um der Strafe zu entgehen, zahlten die Junggesellen 25. —RM aus der Vereinskasse. Unter den damaligen Verhältnissen ein beträchtlicher Betrag. Heute ziehen die Junggesellen mit Axt, Kettensäge, einem Kasten Bier und mit der Genehmigung des Försters in den Ennertwald, um ihren Maibaum zu holen. Unter großen Anstrengungen wird er zum Dorfplatz getragen und dort aufgestellt. Bis Ende der 20iger Jahre wurde der Maibaum am alten Dorfplatz am Kloster aufgestellt. Heute hat er seinen festen Platz auf dem neuen Dorfplatz „An de Löng“. Leider nahmen Rowdys nicht immer Rücksicht auf alte Bräuche.

-        wurde der Maibaum von Unbekannten abgesägt

-        waren Junggesellen aus einem Nachbarort die Übeltäter

-        wurde der Maibaum sogar zweimal von Unbekannten abgesägt.

 

Früher wurde der Maibaum vor den Kirmestagen im Oktober entfernt. Da die Bewohner zur damaligen Zeit noch einen alten Küchenherd besaßen, wurde der Maibaum als begehrtes Brennholz verkauft.

 

 

Mailehenversteigerung:

Vorab einige Anmerkungen zum üblichen Versteigerungsvorgang.

 

Zur Mailehenversteigerung gehören alle Mädchen des Dorfes, die laut Liste zur Versteigerung anstehen. Maikönigin wird diejenige, die das höchste Gebot erhält, Maikönig wird derjenige, der das höchste Gebot abgegeben hat. Früher war es noch üblich, dass der Versteigerer vorher bei jedem Mädchen dessen besondere Tugenden bzw. Vorzüge in ausgiebiger Weise lobte, z.B. Sie kann kochen, backen, nähen und versteht die Feldarbeit, oder Ein Prachtmädel, schön, sauber, fleißig mit guten Manieren.

 

Ausnahmefall Junggesellenverein Ramersdorf:

Maikönig wird derjenige mit dem höchsten Gebot. Er gibt den Namen seiner Maikönigin bekannt. Ebenso verläuft die Versteigerung fürs Gefolge, Herold, Polizist und Doktor mit ihren Maimädchen. Maikönigspaar und Gefolge bilden den so genannten Maiclub. Zur Versteigerung treffen sich die Junggesellen am Vorabend des ersten Mai in ihrem Vereinslokal. Die Junggesellen von Ramersdorf treffen sich z.Zt. in der Garage vom „J i m“ (Karl Heinz Richarz, Kreuzritterstraße) Bier- und Schnapsrunden sorgen für gute Stimmung und rege Beteiligung. Noch in derselben Nacht stellen die Junggesellen ihren Maimädchen einen Maibaum vors Haus. Die Mädchen, die nicht gesteigert wurden, bildeten früher das so genannte „Rötzche“ Hatte ein Maimädchen bereits einen Freund, so konnte er es freikaufen.

 

Zu den Pflichten der Junggesellen gehören:

die so genannten „Kommabende“ d.h., der Maiclub trifft sich während der Maizeit jeden Donnerstagabend mit ihren Maimädchen. Zu den angenehmen Pflichten gehört natürlich auch noch der Besuch der anderen Maifeste.

 

 

Eierkrone:

Die erste, vom Umfang her noch spärliche Eierkrone, wurde am alten Dorfplatz am Kloster aufgehängt. 1935 wurde in der Schlosserei der ehemaligen Zementfabrik ein neues und größeres Gestell gebaut und die neue Eierkrone an der Lindenstraße, Ecke Kreuzstraße, heute „Am Conzberg“ zwischen den Häusern Grafschaft und Gratzfeld aufgehängt. Neben dem Maibaum hat auch die Eierkrone heute ihren festen Platz auf dem neuen Dorfplatz „An de Löng“. Nach dem zweiten Weltkrieg, 1946, wurde von Johannes Kurscheid und Heinrich Grafschaft ein neues und noch größeres Eierkronengestell gebaut. Conny Wesseling schnitzte eine Holztaube, die heute noch unter der Eierkrone hängt. Die Eierkrone wird Pfingstsamstag aufgehängt. Früher blieb sie solange hängen, bis der erste Erntewagen im Herbst darunter herfuhr. Für die neue Eierkrone werden ca. 4ooo Eierhülsen benötigt. Mit dem Aufruf: „Romersdorfer, halt et en de Köpp, dis Johr bruche me wedde Eierdöpp“ ziehen die Junggesellen wochenlang „met ne jruse Maan“ = einem großen Korb, durchs Dorf und sammeln die Eierhülsen, die dann vorsichtig Stück für Stück im Gestell aufgereiht werden. Viele Jahre wurde die Eierkrone im „Haus der Väter" gebaut. Mit einem durchgezogenen Stangen und gestützt auf zwei alte Heugabeln wird die fertige Eierkrone noch heute von den Junggesellen zum Dorfplatz transportiert und dort aufgehängt. 1995 riss die Haltevorrichtung des Drahtseils und die abgestürzte Eierkrone war nur noch ein Trümmerhaufen. Dank der Unterstützung des ganzen Dorfes wurden in kurzer Zeit wieder soviel Eierhülsen gesammelt, so dass die Eierkrone wieder aufgehängt werden konnte. „Volksbrauch unserer Zeit“ war 1979 das Thema einer Großveranstaltung im Freilichtmuseum in Kommern. Auf dieser Veranstaltung sollte auch eine Eierkrone gezeigt werden. Die Wahl fiel auf die Ramersdorfer Eierkrone. Da ein Transport der Originalkrone nicht möglich war, musste eine neue Eierkrone erstellt werden. Von Stolz erfüllt, konnten die Ramersdorfer Junggesellen in kurzer Zeit mit einem neuen Gestell und vielen tausend Eierhülsen zum Freilichtmuseum fahren und dort die neue Eierkrone zusammenbauen. Am 22.5.1988 wurde der Ramersdorfer Junggesellenverein eingeladen, im Freilichtmuseum Kommern eine Krönungsszeremonie unter der Eierkrone vorzuführen. Der Auftritt des Junggesellenvereins mit ihrem amtierenden Maikönigspaar „Arno Kluwig und Stephanie Huck“ war ein großer Erfolg. Viele hundert Besucher verfolgten diese Veranstaltung und spendeten viel Beifall.

 

Eierkronenfest:

Früher trafen sich die Junggesellen nach ihren anstrengenden Mai Wochen mit Freunden und Bekannten zum traditionellen Eierkuchenessen im Vereinslokal. Seit 1998 laden die Junggesellen alle Ramersdorfer zu ihrem Eierkronenfest mit Eierkuchenessen und Getränken auf den Dorfplatz „An de Lön„ ein. Beim Eierkronenfest werden die Junggesellen von den alten Maikönigen kräftig unterstützt. Heute hat das Eierkronenfest seinen festen Platz im Veranstaltungskalender des Junggesellen Vereins.

 

Vereinsfahne:

Viele Vereine haben eine Vereinsfahne und einen Fahnenträger. Die Junggesellenvereine haben ein „Fähndel“ = eine Schwenkfahne und einen Fähnrich = einen Fähndelschwenker. Die erste Vereinsfahne des Junggesellenvereins Ramersdorf war die so genannte Rüde Hätzefahn, bestehend aus einem blauen Tuch mit vier roten Herzen. Sie ist leider verloren gegangen.

1946 erhielt der Verein eine neue Fahne mit den eingestickten Buchstaben „J V R = Junggesellen-Verein- Ramersdorf“.

1970 wurde eine zweite Fahne angeschafft mit dem Bild der Kommende.

1992 anlässlich des 8o. Jubiläumsjahres eine weitere Fahne, versehen mit dem alten Kommendetor. Der Fähnrich trug früher einen Fähndelrock und eine Mütze mit Straußenfedern. Seine beiden Begleiter trugen „en Scherp„ = ein über die Schulter hängendes Band. Das Fähndelschwenken gehört heute noch zu den Dorf- und Familienfesten, z.B. Maifeiern, Kirmessen, Goldhochzeiten, Hochzeiten. Wird am Hochzeitstag dem Brautpaar das Fähndel geschwenkt, so nannte man das früher: Die Junggeselle „jonn de Jüh bzw. de Jiilich holle“ = eine Spende (meist Geldspende) des Brautpaares an die Junggesellen.

 

Preisfähndelschwenken: Beim Wettkampf um den besten Fähnrich der Junggesellenvereine findet auch heute noch alljährlich ein Preisfähndelschwenken statt. 1946 erhielt der erste Ramersdorfer Fähnrich nach dem zweiten Weltkrieg „ de Oddi“ (Heinrich Burgsmüller) beim Preisfähndelschwenken in Vinxel (Veußel), damals noch ein reines Bauerndorf, den ersten Preis. Geschwenkt wurde auf einem großen Bierfass. Der erste Preis war ein Abendessen (e jood buure Essen) für die Ramersdorfer Junggesellen. Heute hat der Junggesellenverein 3 Fähnriche. Es sind Roland Gerwing, Jens Nolden und Clemens Klösgen.

 

 

Unser Maifest:

Wenn nach einer anstrengenden Versteigerungsnacht der Öffentlichkeit ein strahlendes Maikönigspaar mit Gefolge vorgestellt werden kann, dann freut sich ganz Ramersdorf mit den Junggesellen auf das schönste Dorffest des Jahres, „ auf das Maifest“ Das uns das Maifest auch nach dem zweiten Weltkrieg trotz aller Einflüsse durch die vielen überörtlichen Vergnügungsangebote bis heute erhalten geblieben ist, ist eine Bravourleistung unseres Junggesellen Vereins. Zu den bisherigen Höhenpunkten gehörten:

 

1962 das 50. Jubiläumsfest. An diesem Fest nahmen noch viele alte Maikönige teil. Zu den ältesten gehörten:

Wurms, Severin      Maikönig 1921

Bechert, Hermann         „       1927

Henseler, Heinrich         „       1934

Wirges, Josef              „       1937

 

1987 das 75. Jubiläumsfest, 1992 das 80., 2002 das 90.

 

Am 90. Jubiläumsfest fanden in der Klosterkapelle eine Rheinische- Mundartmesse und auf der Kommende ein Empfang für die alten Maikönige statt.

 

Anmerkungen:

Dank der Initiative vom „J i m“ (Karl-Heinz Richarz, Maikönig 1969) treffen sich die alten Maikönige nicht nur zu den Jubiläumsfeste, sondern auch zu alljährlichen Stammtischgesprächen. Auf Initiative der ehemaligen Maiköniginnen Bärbel Friedrichs-Kreuzer, Petra Seidl und Petra Lindner wurde erstmals 2oo5 auch ein „ Königinnen-Stammtisch „ ins Leben gerufen. Auch unser Pastor Wolsing hatte ein Herz für die Ramersdorfer Junggesellen, denn beim Maifest 1991 zelebrierte er eine Messe auf dem Dorfplatz „An de Löng“ und 1997 eine Messe im Festzelt an der Lindenstraße (en de Kesselsburg). An der Krönung und am Festzug nahmen viele auswärtige Junggesellenvereine immer wieder regen Anteil. Auch die Ramersdorfer Bevölkerung zeigte bisher großes Interesse an diesem alten Brauchtum denn unser Dorfplatz wor emmme knubbelevoll.

 

So wollen wir alle auch das diesjährige 95. Jubiläumsfest des Ramersdorfer Junggesellenvereins umsomehr feiern, da uns die Junggesellen im diesem Jahr ein „Traummaikönigspaar“ präsentieren: Roland Gerwing und Maren Burgsmüller. Beide haben bereits königliches Blut in den Adern.

 

Unser Maikönig:

Vom Ohm Kein (Heinz Domgörgen, Maikönig 1954.)

Von den Eltern Klaus Gerwing und Irene geb. Domgörgen, Maikönigspaar 1977 ( 30 jähriges Jubiläum) Vom Onkel Thomas Gerwing und Tante Sabine geb. Frieseke, Maikönigspaar 1987 ( 20 jähriges Jubiläum) Vom Onkel Hans Werner Gerwing, Maikönig 1973

 

Unsere Maikönigin:

Vom Vater Ludwig Burgsmüller, Maikönig 1970

Unsere Maikönigin war 1992 auch Liküra-Kinderprinzessin

 

 

(verfasst im Jahre 2007 von Johannes Lütz)

 

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Ramersdorfer Maifest 2017:

Fr. 19.05. - So. 21.05.2017

 

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